Winter im Kleinwalsertal

 

Vom 17. bis zum 24. Januar fand die erste Winterfreizeit des Marcel-Callo-Hauses statt. Mit dabei waren Dennis, Ludger, Tim, Uschi, Christel, Claudia K., Claudia C. und Birgit D.. Wir wohnten in Ferienwohnungen im Haus Kristina im Kleinwalsertal. Das Tal liegt südlich von Oberstdorf und gehört zu Österreich.

Als wir dort ankamen, lag sehr viel Schnee und der Bulli kam nicht die Straße zur Ferienwohnung hoch. Birgit und ich mussten erst die Schneeketten aufziehen.

Am Sonntag, unserem ersten Tag, erwartete uns ein blauer Himmel und Sonnenschein. Zuerst erkundeten wir Riezlern. Das ist der Ort, wo wir wohnten. Dann fuhren wir mit dem Bus bis zum Ende des Tals, nach Baad. Dort setzten wir uns auf die Sonnenterrasse eines Cafés und tranken etwas. Anschließend gingen wir durch den Schnee spazieren. Immer wieder begegneten uns Skifahrer.

Jeden Abend setzten wir uns in der Küche zusammen und spielten Gesellschaftsspiele: Kniffel, UNO, Maumau oder Memory. Es war immer sehr gemütlich und lustig!

Am Montag sahen wir uns die Breitachklamm an. Die Breitach ist ein Bach. Eine Klamm ist eine Schlucht zwischen steilen Felswänden. Ganz tief unten fließt der Bach zwischen den Felsen entlang. Es fließt aber auch Wasser von oben an den Felswänden hinunter, manchmal sogar als Wasserfall. Im Winter war es so kalt, dass die Felswände ganz vereist waren und überall Eiszapfen hingen. Das sah toll aus! Beim Laufen mussten wir aufpassen, weil der Weg an manchen Stellen glatt war. Als wir am Ende der Klamm angekommen waren, waren wir müde und sind mit dem Bus zurück nach Riezlern gefahren.

Am Dienstag haben wir eine Pferdekutschfahrt unternommen. Zwei Haflinger haben uns gezogen. Bei jedem Schritt läuteten die Glöckchen. Wir waren in dicke Decken gehüllt. Claudia K. und Tim saßen mit auf dem Kutschbock. Wir fuhren zu einem entlegenen Gasthof, wo wir Rast machen konnten. Dort saßen wir auf der Sonnenterrasse und genossen das herrliche Wetter. Auf dem Rückweg saßen Claudia K. und Christel vorne. Wieder in Riezlern kauften wir Postkarten und schrieben nachmittags eifrig Urlaubspost.

Am Mittwoch erwartete uns wieder tolles Wetter. Wir fuhren mit dem Bus nach Mittelberg, zwei Orte weiter. Dort stiegen wir in die Gondel und fuhren auf den Berg Walmendingerhorn. Oben angekommen genossen wir die Sonne und die atemberaubende Aussicht! Nachdem wir ganz viele Fotos gemacht hatten, fuhren wir mit der Gondel wieder hinunter. Nun stand Schlittenfahren auf dem Programm. Wir liehen zwei Schlitten aus und machten die Piste unsicher. Den Hang hinauf stellten wir uns auf ein Förderband. Das war zwar praktisch, aber gar nicht so einfach. Man musste schon gut sein Gleichgewicht halten können. Nach 20 Fahrten stand fest: Dennis war der Pistenblitz! JWährend wir uns auf der Piste vergnügten, sahen sich Birgit, Christel, Ludger, Tim und Uschi die Dorfkirche an.

Am Donnerstag war es ziemlich diesig und wir fuhren mit dem Bus nach Oberstdorf zum Bummeln. Von weitem sahen wir die Skisprungschanze. Es gab viele schöne Geschäfte und lustige Andenken, besonders lustige Mützen.

Am Freitag fuhren wir wieder nach Oberstdorf, dieses Mal zum Schwimmen. Es gab zwei Thermalbecken und ein großes Becken, in dem alle 30 Minuten die Wellen kamen. Wir setzten uns in die Brandung und hatten viel Spaß! Anschließend hielten wir bei MacDonald’s und aßen zum ersten Mal in diesem Urlaub auswärts. Ansonsten haben wir jeden Abend gekocht. Wieder daheim hieß es dann Koffer packen.

Samstagmorgen schneite es prompt wieder, so dass wir wieder die Schneeketten aufziehen mussten, um auf die Hauptstraße gelangen zu können. Berge adé! Der Schnee begleitete uns noch bis nach Hause.

Dieser Urlaub war toll!!!

Claudia Clemens